1987 begann meine filmische Arbeit. Sie begann mit dem Kameramann Stefan Martin. Unser erster Film "Zu Tisch" wurde zu einem Zeichen. Bunuel und Tarkowski im Kopf, goss ich alles mich Bedrängende meines Lebens in elementare surreale Bildervorstellungen, die Stefan Martin kongenial in die Kamera holte. Obgleich durch einige Altersjahre getrennt, spürten wir die künstlerische und seelische Verwandtschaft. So holten wir ein Jahr später unsere Lebensempfindungen in der End-DDR in den dokumentarischen Streifen "HIER". Es folgten die beiden Spielfilme "KOINZIDENZ" und "Das Projekt". Im Frühjahr 1990 drehten wir "Die besten Bilder eines Films", ein dokumentarischer und gleichwohl realsatirisch-bestürzender Lichtbildvortrag (geschnitten wie ein Dia-Vortrag) über die "Wendezeit". Nach "Dresden schwarz-weiß" folgte eine Pause unseres gemeinsamen Schaffens von vierzehn Jahren, welche im Herbst 2006 mit dem dokumentarischen Kunstfilm "NICHTS als LEBEN" aus Bildern der Dresdner Prager Straße ein wunderbares Ende fand. Noch beim Schnitt dieses Films entstand die Idee für ein neues, "kühnes" Projekt: "FRAUEN" – ein Film über diese schönen, betörenden, verrückten, traurigen Wesen. Bilder ihres Angesichts, ohne Erläuterungen und Kommentare. Der Film wurde im März 2009 fertiggestellt.
Zuvor entstand im Sommer 2008 jedoch mein erster abendfüllender Film – "Treffpunkt Kronentor", ein Stadtrundgang durch Dresden mit dem "betrunkenen Sachsen". Ein großer ernster Spaß, eine Liebeserklärung an eine Stadt, die sich im Spiel der Zeit befindet.